Ägypten war die Kornkammer des antiken Rom. Wo aber befand sich die Kornkammer für die Römer an Rhein und Lippe?
War es eventuell das Gebiet, in dem sich ein fruchtbarer Lössboden wie ein langes Band von Köln bis zum Ärmelkanal erstreckte? Ausgrabungen in diesem Landstrich deuten hin auf eine florierende Landwirtschaft, die eine Überschussproduktion anstrebte. Sie trug anscheinend erheblich zur Getreideversorgung des Militärs und der Zivilbevölkerung bei. Zusätzlich bediente sie mit weiteren Produkten einen Absatzmarkt, der sich über die Grenzen von vier EU-Staaten erstreckte. Manche Gutshöfe erreichten enorme Ausmaße und boten den Besitzern erstaunlichen Komfort. Einige Grundrisse dieser Anwesen erscheinen wie Vorbilder für Residenzen des Adels im Zeitalter des Barock.
Wir gehen auf Spurensuche in einer römischen Landschaft, die zu lange von der Geschichtsschreibung vernachlässigt wurde.
Referent: Ralf Mußinghoff (Augustus Gesellschaft e. V.)
Leitung: Heide Roeser
Zusammenspiel von Tierhaltung, Landschaftsgestaltung, Naturschutz. Vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen (z. B. Angler Rind alter Zuchtrichtung, Buntes Bentheimer Schwein, Ungarisches Zackelschaf) werden gehalten und gezüchtet. Führungen: Kuhstall, Zucht, Landschaftsgestaltung und Permakulturgarten. Nicht behindertengerecht!
Ort: Freden
Veranstaltungsnummer: 2/2023
Treffpunkt: 10:45 Uhr, Hof Luna, Freden-Everode, Im Siek 10. DB bis Freden, dann Bus 61 bis Haltestelle Everode/Oberdorf (Selbstorganisation), 300 m Fußweg. Rückfahrt: 16:40 Uhr.
Kosten: 7 € (NGH-Mitglieder), 10 € (Nichtmitglieder). Kaffee & Kuchen möglich.
Zur Exkursions-Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular auf der NGH-Webseite
Organisation: Dr. Dieter Schulz und Führung vor Ort
Die KWS Saat ist ein 1856 in der Ortschaft Klein Wanzleben bei Magdeburg gegründetes Unternehmen. Nach vielen Zukäufen und Verkäufen war es 2018/19 mit über 5500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in über 70 Ländern aktiv. Zum Kerngeschäft heute gehören Züchtung und Vertrieb neuer Saatgutsorten, vorwiegend für Gemüse und Getreide, die den Anforderungen der Landwirtschaft, klimatischen Bedingungen und geologischen Gegebenheiten angepasst sind.
Veranstaltungsnummer: 9.2022
Abfahrt 8 Uhr, Rückkehr ca. 15 Uhr.
Kosten 25 bzw. 30 €.
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Niedersächsische Moore als Quellen und Senken für Treibhausgase
Dr. Heinrich Höper (LBEG, Hannover)
In Mooren sind große Mengen Kohlenstoff gespeichert und damit seit dem Holozän der Atmosphäre als Kohlendioxid entzogen worden. Durch Entwässerung und Nutzung der Moore wird der Kohlenstoff in Form des Treibhausgases CO2 wieder freigesetzt. Torfmineralisation und Düngung führen zur Freisetzung klimarelevanten Lachgases. Eine deutliche Emissionsminderung lässt sich durch Anhebung der Wasserstände erreichen, kein Problem in Naturschutzgebieten, jedoch in der Landwirtschaft. In Kooperation mit Landwirten sollen Möglichkeiten zur Emissionsminderung entwickelt werden.
Foto: (c) cocoparisienne/Pixabay