Von der Kaliabraumhalde zum Waldberg


Der Waldberg in Empelde, gegenüber dem Benther Berg, war bis 1975 eine Kalirückstandshalde. Heute ist er ein Kulturort und Naherholungsgebiet. Seit 1989 wächst hier – dank geeigneter Ummantelung – ein Wald mit heimischen Bäumen. Der engagierte Bauunternehmer Herbert Nickel legte mit viel Herzblut den Grundstein für die Renaturierung des „Kalibergs“. Heute sorgen aktive Mitglieder des Vereins Waldberg-Empelde e.V. für den Fortgang und das abwechslungsreiche Veranstaltungsprogramm.

Feuervogel. Bildrechte bei Waldberg Empelde e.V.
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75 Jahre ist es her – die erste Bundesgartenschau in Hannover 1951


Noch während zahlreiche Bereiche in Hannover nach dem Zweiten Weltkrieg großflächig zerstört lagen und auch die Wohnungsnot groß war, begann man im Jahr 1951 mit prestigeträchtigen Neubauten wie dem Contihochhaus am Königsworther Platz und dem Niedersachsenstadion, man erstellte einen Flächennutzungsplan, um den „autogerechten Stadtumbau“ voranzutreiben, man eröffnete die Constructa-Bauausstellung auf dem neu entwickelten Messegelände, organisierte eine Industriemesse und nahm darüber hinaus auch die erste Bundesgartenschau in Angriff.


Flyer zur aktuellen Ausstellung 2026 im Hannover Congress Centrum
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frauenORTE Niedersachsen – Regionalgeschichte mit dem Fahrrad erfahren

Niedersachsens Regionalgeschichte wird seit 2008 um neue Gesichtspunkte ergänzt: Die Initiative frauenORTE Niedersachsen stellt landesweit historische Frauenpersönlichkeiten vor, die bedeutende Leistungen auf politischem, kulturellem, sozialem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Gebiet vollbracht und mit ihrem Wirken die Geschichte nachhaltig beeinflusst haben.

Radwegekarte frauenORTE
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Auf römischen Spuren im Marschlager Wilkenburg


Nur wenige Kilometer südlich von Hannover liegt das größte und bedeutendste Bodendenkmal aus der Römerzeit in Norddeutschland. Hier in Wilkenburg (Stadt Hemmingen) hat höchstwahrscheinlich der spätere Kaiser Tiberius im Zuge der erfolgreichen Niederwerfung eines Germanenaufstandes im Jahre 4 einen Frieden mit den Cheruskern ausgehandelt, der gut und gerne zum Ausgangspunkt der Romanisierung Norddeutschlands hätte werden können.


Dr. Karola Hagemann und Siegfried Gatz bei ihrem Vortrag am Gartenhaus der Augustus Gesellschaft.
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„Wir knüpfen an die Lebenswirklichkeit an“

Jugendliche wissen oft nur noch wenig über die NS-Zeit. Seit fünf Jahren pflegt das Zeitzentrum Zivilcourage die Erinnerungskultur und vermittelt Demokratie. Wie gelingt das?

Die junge Generation weiß oft nur noch wenig über die NS-Zeit. Seit fünf Jahren pflegt das Zeitzentrum Zivilcourage in Hannover die Erinnerungskultur und vermittelt einen Zugang zur Demokratie. Wie kann das gelingen, wenn Hitler für Jugendliche so weit weg ist wie Karl der Große?

© Tim Rademacher, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2022-05-25_122655_Hannover_Stolpersteinverlegung_Karmarschstra%C3%9Fe_32.jpg.
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Erforschen, bewahren, präsentieren – das „Netzwerk Industriekultur Niedersachsen e. V.“


Ausgehend vom Hannover nahen niedersächsischen Berg- und Hügelland widmet sich seit über einem Jahrzehnt ein wissenschaftlicher Arbeitskreis der Industriegeschichte


Tiefbauschacht Osterwald 1889

Der Hüttenstollen (Abb. Besucherbergwerk und Museum Osterwald)
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Leinehochwasser vor 80 Jahren: Die Überflutung des Archivgebäudes in Hannover


(NLA HA BigS Nr. 7488)

Die Marke am Dienstgebäude des Niedersächsischen Landesarchivs zeigt die beeindruckende Höhe von 2,20 m und weist auf eine der größten Katastrophen hin, die je über die Stadt Hannover hereingebrochen sind. Das sogenannte „Leine-Hochwasser“ vom Februar 1946 traf die von den Bomben des Zweiten Weltkriegs schwer getroffene Stadt Hannover weitgehend unvorbereitet. Der hannoversche Staatsarchivar Hans Goetting berichtet als Augenzeuge: „Als ich mich am frühen Nachmittag des 9. Februar – der Dauerregen der letzten Tage war in leichten Schneefall übergegangen – wie gewohnt zum Bahnhof begab, um zu meiner Familie nach Vorsfelde bei Wolfsburg zu fahren, war der Wasserstand der Leine am Schloß zwar höher als gewöhnlich, gab aber zu begründeten Besorgnissen noch keinen Anlaß“.

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Strategischer Kolonialrevisionismus im NS: Georg Thiemann-Groeg und das Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus in Hannover


Während des Zweiten Weltkriegs bestand in der Jägerstraße 4 in Hannover ein Zentrum kolonialer Fantasien, das von nationalsozialistischen und kolonialrevisionistischen Kreisen gleichermaßen getragen wurde. Das ehemalige Wohnhaus jüdischer Geschwister wurde 1939 zum „Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus“ umgebaut und sollte mit zwei Etagen öffentlicher Ausstellung und Unterrichtsräumen der „kolonialen Schulung“ und der Vorbereitung vermeintlicher Auswanderungen in frühere Kolonialgebiete dienen. Obwohl es nicht zur praktischen Umsetzung dieser nostalgischen Kolonialvorstellungen kam, stieß das Projekt auf breite Zustimmung und finanzielle Unterstützung durch die hannoversche Stadtverwaltung, NSDAP-Funktionäre, den Reichskolonialbund (RKB) sowie hannoversche Industrie und Wirtschaft.


Abb. 1: Die Außenfassade des Göring-Kolonialhauses (NLA HA, V.V.P. 17, Nr. 1739: Erster Jahresbericht der kolonialen Lehrschau und Schulungsstätte Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus Hannover 1939/40. Foto: Wilhelm Hauschild)
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