Römische Schwerter entwickelten sich über mehrere Jahrhunderte und spiegeln den Wandel des römischen Militärs wider. In der frühen Republik übernahmen die Römer den Gladius von den iberischen Völkern. Dieses kurze, zweischneidige Schwert war ideal für den Nahkampf in engen Formationen und wurde zum Symbol der Legionäre. Ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. setzte sich zunehmend die längere Spatha durch, das ursprünglich von keltischen Reitern genutzt wurde. Es bot größere Reichweite und wurde schließlich zum Standardschwert der römischen Armee. Mit dem Zerfall des Weströmischen Reiches ging die Spatha in die Waffenkultur der germanischen Königreiche über und beeinflusste maßgeblich die Entwicklung mittelalterlicher Schwerter. Gleichzeitig war das Schwert auch immer ein Symbol für Macht und staatliche Gewalt, was sich auch daran zeigte, wer legal und offen Waffen wie ein Schwert tragen durfte.
Der Vortrag soll die technische Entwicklung des römischen Schwertes und seine gesellschaftliche Bedeutung in der antiken Welt skizzieren.