Hatten am 27. Juni 1866 die hannoverschen Truppen das preußische Heer in einem ersten größeren Gefecht bei Langensalza noch besiegen können, so musste die hannoversche Armee unter König Georg V. bereits zwei Tage später aufgrund der aussichtslosen Situation die Kapitulation einreichen.
Vor 159 Jahren: Proklamation König Georgs V. von Hannover an seine ehemaligen Untertanen weiterlesenKategoriearchiv: Allgemein
Wer oder was ist Calenberg?
Viel wird zur Zeit über die Marienburg diskutiert. Bisweilen wird dann erwähnt, dass dieses baulich wohl eher marode, doch so trutzig wirkende Schloss gar nicht „uralt“ ist, sondern „wirklich“ mittelalterlich sei nur eine in der Leineniederung gelegene Burgruine. Calenberg? Der Name kam vor in der großen Landesausstellung des Jahres 2014 „Als die Royals aus Hannover kamen“. Wir erinnern uns an die Calenberger Straße in Hannover, und es führen etliche regionale Vermarkter von Nahrungsmitteln Calenberg im Namen. Schließlich bezeichnen sich manche Menschen aus der Gegend zwischen Neustadt am Rübenberge bis Pattensen als Calenberger, und es gibt sogar Leute aus dem Raum Göttingen, die sagen, sie hätten einem alten Fürstentum namens Calenberg angehört.
Wer oder was ist Calenberg? weiterlesenDas Hemd ohne Naht
Es begab sich im Jahre 1728, dass in Steinhude eine Weberzunft gegründet wurde. Das allein wäre noch keine Besonderheit, denn Zünfte gab es andernorts schon seit dem Mittelalter. Doch passierte damals Außergewöhnliches: Ein junger Mann, 18 Jahre alt, webte etwas, was man nicht weben kann…

350 Jahre Herrenhäuser Gärten. Ein Kristallisationspunkt hannoverscher Identität

Nirgendwo lassen sich 350 Jahre europäischer Kulturgeschichte so konzentriert erleben wie im Großen Garten in Herrenhausen, der über die Jahrhunderte sowohl Avantgarde als auch Anachronismus war – je nachdem, ob die Fürsten, Kurfürsten und Könige in Hannover residierten und welche Bedeutung sie ihrer Sommerresidenz beimaßen. Berühmt ist die Äußerung der Kurfürstin Sophie aus dem Jahr 1713: „Nur mit dem Herrenhäuser Garten können wir prunken, der in der That schön und wohl gehalten ist“.
350 Jahre Herrenhäuser Gärten. Ein Kristallisationspunkt hannoverscher Identität weiterlesenMit der „Nienburg“ auf Demonstrationsfahrt – oder der letzte Versuch, die alte Leineschifffahrt wiederzubeleben

Hannovers „maritime“ Bedeutung ist seit 1916 eng mit der Schifffahrt auf dem Mittellandkanal verbunden. Doch den Status einer Hafenstadt erlangte man schon viel früher. Seit dem Mittelalter verkehrten, mit Unterbrechungen, Binnenschiffe auf der Leine und stellten über Aller und Weser eine Verbindung mit Bremen her. In der Neuzeit war dabei der Einsatz eines kleinen Verbandes aus einem „Bock“ mit einem angehängten „Bullen“ üblich. Mast und Segel waren vorhanden, doch – das enge und windungsreiche, zudem oft sehr flache Fahrwasser verlangte es – „Bock“ und „Bulle“ wurden gegen den Strom getreidelt, also vom Ufer aus von Zugtieren oder bisweilen Menschen in Schlepp genommen. So beförderte man unter anderem Tuche, Leder- und Milchprodukte sowie Fisch flussaufwärts und Getreide und Getreideprodukte sowie Töpferwaren gen Bremen.
Mit der „Nienburg“ auf Demonstrationsfahrt – oder der letzte Versuch, die alte Leineschifffahrt wiederzubeleben weiterlesenSanfte „Revolution“ in Hannover 1918 – aber ein Todesurteil
Eine Akte im Niedersächsischen Landesarchiv – Abteilung Hannover (NLA HA HANN. 87 NR. 256) über ein Todesurteil wegen dreifachen Mordes.
Die HANNAH ARENDT TAGE in Hannover

Hannah Arendt, New York, 1944 by Fred Stein
In diesem Jahr jährt sich der Todestag Hannah Arendts zum 50. Mal. Am 4. Dezember 1975 verstarb sie in New York. Das Leben der am 14. Oktober 1906 in Hannover-Linden geborenen politischen Denkerin war von den gewaltsamen Brüchen des 20. Jahrhunderts geprägt. Als Jüdin erlebte sie die Verfolgung durch den Nationalsozialismus, als Geflüchtete die Staatenlosigkeit in Frankreich und den USA, wo sie schließlich 1951 eingebürgert wurde. Dort wurde sie zu einer weltweit berühmten Politiktheoretikerin, die sich mit großer Leidenschaft in aktuelle gesellschaftliche Debatten einmischte.
Die HANNAH ARENDT TAGE in Hannover weiterlesenHommage an die „Göttinger Sieben“
Wikipedia, „Denkmal der Göttinger Sieben vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover“, (Zugriff am 23.02.2025), gemeinfrei.
Seit dem 20. März 1998 hat Hannover ein Denkmal für Zivilcourage. Damit wird an ein historisches Ereignis von 1837 zur Zeit des Königreichs Hannover erinnert. Gleichzeitig werden damit sieben Göttinger Professoren geehrt, die dem König mit ihrer mutigen demokratischen Haltung entgegentraten. Mit Zivilcourage eben. Es muss hier auch gesagt werden, dass sie keine Revolutionäre waren. Aber sie hatten keine Angst vor Fürstenthronen.
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Zwei Städte – ein gemeinsames Schicksal: Hannovers Städtepartnerschaft mit Bristol seit 1947
Hannover und die Stadt Bristol im Südwesten Englands verbindet ein ähnliches Schicksal während des Zweiten Weltkrieges: 1940/41 bombardierte die Deutsche Luftwaffe die britische Hafen- und Industriestadt („Bristol Blitz“) und zerstörte dabei das Stadtzentrum zu großen Teilen; 1943-1945 war es dann wiederum die britische Royal Air Force, die neben den Amerikanern Hannover angriff und dessen Mitte zu 90 % in Schutt und Asche legte.
Zwei Städte – ein gemeinsames Schicksal: Hannovers Städtepartnerschaft mit Bristol seit 1947 weiterlesen
1866 – Hannovers Schicksalsjahr
Es war das Ende einer mehr als sieben Jahrhunderte dauernden Ära welfischer Herrschaft in Hannover: Am 29. Juni 1866, vor nun bald 160 Jahren, musste die Armee König Georgs V., zwei Tage nach einem siegreichen Gefecht gegen ein zahlenmäßig unterlegenes preußisches Armeekorps, die Waffen strecken und die Kapitulation erklären.
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