Ein unscheinbarer, grüner Hügel in der Leineaue, unweit der Marienburg, verbirgt und bewahrt die Reste des Schlosses und der Feste Calenberg – Namensgeber des früheren Fürstentums zwischen Leine und Deister.

Ein unscheinbarer, grüner Hügel in der Leineaue, unweit der Marienburg, verbirgt und bewahrt die Reste des Schlosses und der Feste Calenberg – Namensgeber des früheren Fürstentums zwischen Leine und Deister.

Jugendliche wissen oft nur noch wenig über die NS-Zeit. Seit fünf Jahren pflegt das Zeitzentrum Zivilcourage die Erinnerungskultur und vermittelt Demokratie. Wie gelingt das?
Die junge Generation weiß oft nur noch wenig über die NS-Zeit. Seit fünf Jahren pflegt das Zeitzentrum Zivilcourage in Hannover die Erinnerungskultur und vermittelt einen Zugang zur Demokratie. Wie kann das gelingen, wenn Hitler für Jugendliche so weit weg ist wie Karl der Große?

Ausgehend vom Hannover nahen niedersächsischen Berg- und Hügelland widmet sich seit über einem Jahrzehnt ein wissenschaftlicher Arbeitskreis der Industriegeschichte


Die Marke am Dienstgebäude des Niedersächsischen Landesarchivs zeigt die beeindruckende Höhe von 2,20 m und weist auf eine der größten Katastrophen hin, die je über die Stadt Hannover hereingebrochen sind. Das sogenannte „Leine-Hochwasser“ vom Februar 1946 traf die von den Bomben des Zweiten Weltkriegs schwer getroffene Stadt Hannover weitgehend unvorbereitet. Der hannoversche Staatsarchivar Hans Goetting berichtet als Augenzeuge: „Als ich mich am frühen Nachmittag des 9. Februar – der Dauerregen der letzten Tage war in leichten Schneefall übergegangen – wie gewohnt zum Bahnhof begab, um zu meiner Familie nach Vorsfelde bei Wolfsburg zu fahren, war der Wasserstand der Leine am Schloß zwar höher als gewöhnlich, gab aber zu begründeten Besorgnissen noch keinen Anlaß“.
Leinehochwasser vor 80 Jahren: Die Überflutung des Archivgebäudes in Hannover weiterlesen
Während des Zweiten Weltkriegs bestand in der Jägerstraße 4 in Hannover ein Zentrum kolonialer Fantasien, das von nationalsozialistischen und kolonialrevisionistischen Kreisen gleichermaßen getragen wurde. Das ehemalige Wohnhaus jüdischer Geschwister wurde 1939 zum „Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus“ umgebaut und sollte mit zwei Etagen öffentlicher Ausstellung und Unterrichtsräumen der „kolonialen Schulung“ und der Vorbereitung vermeintlicher Auswanderungen in frühere Kolonialgebiete dienen. Obwohl es nicht zur praktischen Umsetzung dieser nostalgischen Kolonialvorstellungen kam, stieß das Projekt auf breite Zustimmung und finanzielle Unterstützung durch die hannoversche Stadtverwaltung, NSDAP-Funktionäre, den Reichskolonialbund (RKB) sowie hannoversche Industrie und Wirtschaft.

„Sie hat nicht nur Können, sondern auch Persönlichkeit einzusetzen“ – Yvonne Georgi (1903–1975), Tänzerin und Choreographin in Hannover
„… wenn ich an dich denke, sehe ich dich als eine sehr junge faszinierende Tänzerin, die aber in ihrer Art schon eine Meisterin war, ihren Stil, ihre Schule, ihren Ausdruckswillen auf ein junges Ensemble übertrug.“ (Carl Zuckmayer)
Die Rede ist von Yvonne Georgi, die als Solotänzerin Karriere machte und mit 23 Jahren als Choreographin an den Städtischen Bühnen Hannover engagiert wurde. Eine klassische Ballettausbildung hatte sie nicht vorzuweisen. Worin lag ihre Meisterschaft?
Yvonne Georgi weiterlesen
Im Februar 1917 machte der Hannoversche Kunstverein mit einer besonderen Ausstellung von sich reden. Zu sehen war das Architekturmodell eines neuen Quartiers von eindrucksvoller Größe, das man weihevoll zwischen Fotos, Hoetger-Skulpturen und Pflanzen in Szene gesetzt hatte. Gezeigt wurde ein expressionistischer Kosmos der Überwältigung, der die Welt der Arbeit, der Kunst und des sozialen Lebens umschloss. Die bürgerliche Stadtgesellschaft stand Kopf.
Hatten am 27. Juni 1866 die hannoverschen Truppen das preußische Heer in einem ersten größeren Gefecht bei Langensalza noch besiegen können, so musste die hannoversche Armee unter König Georg V. bereits zwei Tage später aufgrund der aussichtslosen Situation die Kapitulation einreichen.
Vor 159 Jahren: Proklamation König Georgs V. von Hannover an seine ehemaligen Untertanen weiterlesenEs begab sich im Jahre 1728, dass in Steinhude eine Weberzunft gegründet wurde. Das allein wäre noch keine Besonderheit, denn Zünfte gab es andernorts schon seit dem Mittelalter. Doch passierte damals Außergewöhnliches: Ein junger Mann, 18 Jahre alt, webte etwas, was man nicht weben kann…


Nirgendwo lassen sich 350 Jahre europäischer Kulturgeschichte so konzentriert erleben wie im Großen Garten in Herrenhausen, der über die Jahrhunderte sowohl Avantgarde als auch Anachronismus war – je nachdem, ob die Fürsten, Kurfürsten und Könige in Hannover residierten und welche Bedeutung sie ihrer Sommerresidenz beimaßen. Berühmt ist die Äußerung der Kurfürstin Sophie aus dem Jahr 1713: „Nur mit dem Herrenhäuser Garten können wir prunken, der in der That schön und wohl gehalten ist“.
350 Jahre Herrenhäuser Gärten. Ein Kristallisationspunkt hannoverscher Identität weiterlesen