Schlagwort-Archive: Naturhistorische Gesellschaft Hannover

Dr. Alexander Gehler: Die Fossillagerstätte Willershausen – Fenster in die präglaziale Vergangenheit Niedersachsens

Die Fossillagerstätte Willershausen – Fenster in die präglaziale Vergangenheit Niedersachsens

Dr. Alexander Gehler (Göttingen)

Die international berühmte Fossillagerstätte Willershausen ist im späten Pliozän durch einen Erdfall entstanden, in dem sich ein kleiner See bildete. Durch besondere Bedingungen haben sich die Organismen, die in und um dieses Gewässer lebten in dessen Sedimenten außergewöhnlich gut erhalten. Die meisten Fossilien stammen von Insekten und Pflanzen.

Dr. Michael Wuttke: Grube Messel – Fossilfundstätte und UNESCO-Weltnaturerbe

Grube Messel – Fossilfundstätte und UNESCO-Weltnaturerbe

Dr. Michael Wuttke (Darmstadt)

 

Die Fossillagerstätte Grube Messel bei Darmstadt gibt Einblicke in ein tropisches Ökosystem von vor ca. 48 Mio. Jahren. Überliefert sind in Ablagerungen eines fossilen Maarsees Tiere und Pflanzen des Landes und des Sees. Sie erlauben aufgrund ihrer vollständigen Erhaltung Rekonstruktionen von Fell- und Gefiederfarben. Überlieferte Magen- und Darminhalte geben Auskunft über letzte Mahlzeiten, Stuten mitsamt erhaltenem Fötus weisen Beziehungen zu heutigen Pferden auf.

Prof. Dr. Klaus D. Jürgens: Altern – was ist das eigentlich?

Altern – was ist das eigentlich?

Prof. Dr. Klaus D. Jürgens (Hannover)

 

Altern ist bei Organismen ein natürlicher Vorgang. Bei Menschen ist es verbunden mit einem allmählichen Funktionsverlust der Organe, der im Alter zwischen 20 und 30 Jahren beginnt und im Alter von maximal ca. 120 Jahren zum Tode führt. Welche Änderungen treten dabei auf Zell- und Organebene auf? Sind sie zu beeinflussen oder gar umkehrbar? Der Vortrag stellt die neuesten Forschungsergebnisse vor.

Ulrich Schmersow: Aktuelles von der Biodiversitätsstrategie der Stadt Hannover

Aktuelles von der Biodiversitätsstrategie der Stadt Hannover  –  „Mehr Natur in der Stadt“

Ulrich Schmersow (Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Hannover)

 


Achtung: geänderter Vortrag !

Der ursprünglich angekündigte Vortrag zur Baumschutzsatzung in Hannover entfällt.

 

 

 

Dr. Dr. Thomas Richter: Alexander von Humboldt (1769–1859) – Universalgelehrter, Netzwerker und Brückenbauer

Alexander von Humboldt (1769–1859) – Universalgelehrter, Netzwerker und Brückenbauer

Dr. Dr. Thomas Richter (Würzburg)

 

Alexander stand lange im Schatten seines Bruders Wilhelm. Es überrascht nicht, dass gerade in der globalisierten Welt von heute dieser große Naturforscher besondere Resonanz erfährt. Alexander ist mit vielen naturwissenschaftlichen Disziplinen vertraut, die er insbesondere während seiner großen Forschungsreise nach Süd- und Mittelamerika in der Praxis erprobt. Als Reiseschriftsteller erfreut er seine Leserschaft. Selbst Goethe ist ein großer Anhänger seiner Schriften. Die Verbindung von literarischem Talent und naturwissenschaftlicher Präzision ist gerade für die Gesellschaft in unserer Zeit ein besonderes Faszinosum.

Christiane Schilling: Der Wolf – ein nordischer Weltenbürger

Der Wolf – ein nordischer Weltenbürger

Christiane Schilling (Hannover)

Seit über 10 Jahren sind in Deutschland wieder wildlebende Wölfe zu beobachten. Die Menschen reagieren darauf sehr unterschiedlich: beunruhigt, verhalten, bewegt, beglückt. Doch nicht nur wir leben (wieder) mit dem Wolf. Canis lupus ist weit verbreitet: Europa, Amerika und Asien sind seit vielen tausend Jahren seine Heimat. Der Vortrag soll in biologischen, historischen und multikulturellen Beiträgen uns den Wolf wieder näher bringen.

Vier Tage in der Oberlausitz

Leitung: Dr. Wolfgang Irrlitz

Ort: Oberlausitz

Die Oberlausitz, eine leider zu wenig bekannte Region am Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien, ist das Ziel unserer Exkursion. Im Mittelpunkt stehen die durch gute Zeiten im Mittelalter geprägten Städte Görlitz, Bautzen und Zittau mit ihren einmalig schönen Stadtbildern. Die Fahrt geht durch eindrucksvolle Landschaften im Lausitzer Bergland mit alten Vulkanen, dem tief eingeschnittenen Flusstal der Neiße, dem Naturpark des Zittauer Gebirges und ganz jungen guten rekultivierten Braunkohlentagebauen. Einen Besuch wert ist ebenso ein Ort mit eindrucksvollen Zeugnissen der verschiedenen Eiszeiten – der Lausitzer Findlingspark Nochten. Zum kulturellen Erbe einer langen Geschichte gehört auch der Besuch der ältesten deutschen ohne Unterbrechung bestehenden Zisterzienser-Abtei St. Marienthal und der sehenswerten Herrnhuter- Sterne-Manufaktur. Zum Nachdenken zwingt die Besichtigung der Stasi-Gedenkstätte in Bautzen. Ein ausgewählt schönes und ruhig gelegenes Hotel am Stadtrand von Görlitz lädt nach jedem erlebnisreichen, aber stressfreien Tagesablauf zum Entspannen auf der Terrasse ein.


Kosten: pro Person € 346 im EZ, € 298 im DZ (inkl. Busfahrt, 3 Hotel-Übernachtungen mit Halbpension, Führungen und Eintritte, eine Fahrt mit der Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge, Lunchpaket am letzten Tag). Anzahlung bei Anmeldung € 100, Rest bis 15.07.2019. Nichtmitglieder zahlen € 30 zusätzlich.

Abfahrt: Do., 7 Uhr, Rückkehr So., ca. 19 Uhr.

Veranstaltungsnummer: 2019.8

Die Hansestadt Hamburg – Historische Erkundung

Leitung: Günter Oberjatzas, Dr. Annette Richter

Ort: Hamburg

Die nördliche Großstadt hat viele Zeugnisse ihrer Vergangenheit in prachtvollen Gebäuden und Museen bewahrt. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof geht es geführt durch die City und Sie erfahren etwas über den Gebrauch von Natursteinen. Im Gewürzmuseum und im Maritimen Museum werden die wirtschaftlichen Hintergründe der Blütezeit der Hansestadt deutlich.

Gute Laufkondition ist erforderlich.


Abfahrt: mit Niedersachsen-Ticket 7:40 Uhr Hannover Hbf. Ankunft HH Hbf. 10:01 Uhr. Rückfahrt ab HH Hbf. 18:57. Ankunft Hannover Hbf. 21:15 Uhr, jeweils ohne Umsteigen.

Kosten: siehe NGH-Webseite

Max. 30 Teilnehmer.

Veranstaltungsnummer: 2019.7

Schacht Konrad – Das projektierte Endlager für radioaktive Abfälle

Dr. Wolfgang Irrlitz und Führung vor Ort

Ort: Salzgitter-Bleckenstedt

Das ehemalige Eisenerzbergwerk in Salzgitter-Bleckenstedt wird seit vielen Jahren zu einem Endlager für schwach-mittelradioaktive Abfälle ausgebaut. Der gegenwärtige Stand Untertage in 1000 m Tiefe wird uns vorgeführt werden. Befahrung überwiegend mit Bergbaufahrzeugen. Auch kurze Fußwege gehören dazu, sowie etwas körperliche Fitness.

Die Sicherheitsbestimmungen erfordern einen gültigen Ausweis.


Abfahrt: 7 Uhr ZOB, Rückkehr ca. 14:30 Uhr.

Buskosten: 25 € für erwachsene Mitglieder, 30 € für erwachsene Nichtmitglieder

Maximal 15 Personen.

Veranstaltungsnummer: 2019.6

Das Zementwerk Höver – Produktion eines Baustoffes und Umweltfragen

Leitung: Dr. Hans Albert Roeser, Dr. Annette Richter,

Führung: Dr. Bernd-Henning Reupke

Ort: Sehnde-Höver

Grundlage der Zementindustrie ist das in großer Mächtigkeit anstehende Kalkgestein, das im Campanium vor ca. 80 Millionen Jahren abgelagert wurde. Themen der Führung sind: Fossilien im Kalkgestein, Gewinnung und Verarbeitung des Materials bis zum fertigen Portlandzement, Rekultivierungsmaßnahmen (z.B. Tagschmetterlingspfad)


Treffpunkt: 10 Uhr, Werkseingang. Festes Schuhwerk und strapazierfähige Kleidung. Dauer ca. 4 Stunden.
Anfahrt Linie 5 bis Endstation Anderten, von dort Bus 370 9:49 an Höver, Petersweg 9:54.

Kosten: siehe NGH-Webseite

Veranstaltungsnummer: 2019.5

Für Kinder und Jugendliche geeignet!