Dr. Wolfgang Irrlitz und Führung vor Ort
Ort: Salzgitter-Bleckenstedt
Das ehemalige Eisenerzbergwerk in Salzgitter-Bleckenstedt wird seit vielen Jahren zu einem Endlager für schwach-mittelradioaktive Abfälle ausgebaut. Der gegenwärtige Stand Untertage in 1000 m Tiefe wird uns vorgeführt werden. Befahrung überwiegend mit Bergbaufahrzeugen. Auch kurze Fußwege gehören dazu, sowie etwas körperliche Fitness.
Die Sicherheitsbestimmungen erfordern einen gültigen Ausweis.
Abfahrt: 7 Uhr ZOB, Rückkehr ca. 14:30 Uhr.
Buskosten: 25 € für erwachsene Mitglieder, 30 € für erwachsene Nichtmitglieder
Maximal 15 Personen.
Veranstaltungsnummer: 2019.6
Leitung: Dr. Hans Albert Roeser, Dr. Annette Richter,
Führung: Dr. Bernd-Henning Reupke
Ort: Sehnde-Höver
Grundlage der Zementindustrie ist das in großer Mächtigkeit anstehende Kalkgestein, das im Campanium vor ca. 80 Millionen Jahren abgelagert wurde. Themen der Führung sind: Fossilien im Kalkgestein, Gewinnung und Verarbeitung des Materials bis zum fertigen Portlandzement, Rekultivierungsmaßnahmen (z.B. Tagschmetterlingspfad)
Treffpunkt: 10 Uhr, Werkseingang. Festes Schuhwerk und strapazierfähige Kleidung. Dauer ca. 4 Stunden.
Anfahrt Linie 5 bis Endstation Anderten, von dort Bus 370 9:49 an Höver, Petersweg 9:54.
Kosten: siehe NGH-Webseite
Veranstaltungsnummer: 2019.5
Für Kinder und Jugendliche geeignet!
Achtung – geänderter Termin!
Die geodynamische Entwicklung der Arktis – eine geologische Zeitreise
Prof. Dr. Ralph Watzel (BGR, Hannover)
Die Erforschung der Entstehung des arktischen Ozeans gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Damit gekoppelt sind wichtige Fragen wie der Zugang zu Rohstoffen und die Klimaentwicklung in geologischer Zeit (Paläoklima). Um die Geodynamik zu verstehen, muss man in die Erdgeschichte zurückblicken. Das führt zu beeindruckenden Einsichten in Plattentektonik, Wanderungen der Kontinente und Entwicklung des Lebens auf der Erde in den letzten 650 Mio. Jahren.
Niedersächsische Moore als Quellen und Senken für Treibhausgase
Dr. Heinrich Höper (LBEG, Hannover)
In Mooren sind große Mengen Kohlenstoff gespeichert und damit seit dem Holozän der Atmosphäre als Kohlendioxid entzogen worden. Durch Entwässerung und Nutzung der Moore wird der Kohlenstoff in Form des Treibhausgases CO2 wieder freigesetzt. Torfmineralisation und Düngung führen zur Freisetzung klimarelevanten Lachgases. Eine deutliche Emissionsminderung lässt sich durch Anhebung der Wasserstände erreichen, kein Problem in Naturschutzgebieten, jedoch in der Landwirtschaft. In Kooperation mit Landwirten sollen Möglichkeiten zur Emissionsminderung entwickelt werden.
Foto: (c) cocoparisienne/Pixabay
Achtung – geänderter Termin!
Biohydrometallurgie zum Metallrecycling
Prof. Dr. Axel Schippers (BGR, Hannover)
Spezialisierte säureliebende Bakterien und Archaeen sind in der Lage, Wertmetalle wie Kupfer, Gold, Kobalt, Nickel, Zink und Uran aus sulfidischen Erzen zu laugen. Dieser Prozess ist als Biolaugung bekannt und die Anwendung in der Bergbauindustrie als Biomining. Studien haben auch Biolaugung oxydischer Erze wie Laterite sowie von Bergbaurückständen und das Recycling von Abfall gezeigt. Die gelaugten Metalle müssen aus den sauren polymetallischen Lösungen gewonnen werden.
Lufthygienische Überwachung in Niedersachsen – Anforderungen und lufthygienische Situation
Dr. Andreas Hainsch (Hildesheim, LÜN)
Die Luft gehört zu den unverzichtbaren Medien unseres Lebens. Neben der Natur selbst beeinflusst der Mensch die Güte der Luft, indem er Schadstoffe wie Staub und Gase erzeugt und emittiert. Zum Schutz von Menschen und Pflanzen hat der Gesetzgeber für relevante Luftschadstoffe entsprechende Grenzwerte erlassen. Die Überwachung und Einhaltung dieser Grenzwerte sind Aufgaben des LÜN. Die lufthygienische Situation Niedersachsens wird dargestellt.
Achtung – geänderter Termin!
Mikroben – Partner und Feinde des Menschen
Prof. Dr. Klaus D. Jürgens (Hannover)
Wenn wir an Mikroben vor allem an Bakterien denken, verbinden wir sie in erster Linie mit Krankheitserregern. Weit zahlreicher sind aber die für uns lebenswichtigen Mikroben. Jeder Mensch trägt erstaunliche 1,5 bis 2 kg dieser Einzeller mit sich herum, hauptsächlich im Darm. Welche Bedeutung sie für uns haben und was passiert, wenn ihre normale Funktion gestört wird, wird erklärt und die Rolle der Antibiotika diesbezüglich diskutiert.
Achtung – geänderter Termin!
Böden als Produktionsfaktor in der Land- und Forstwirtschaft in Norddeutschland
Prof. Dr. Werner Klohn (Vechta)
Die in den einzelnen Landschaften Norddeutschlands vorherrschenden Bodentypen mit ihren landwirtschaftlichen Nutzungspotentialen, die Bewertung der Bodengüte, Maßnahmen der Moorkultivierung und Bemühungen, die unfruchtbaren Geestböden durch Plaggendüngung aufzuwerten (Eschböden) werden vorgestellt und die jüngeren Entwicklungen, z.B. die Ausbreitung von Maisflächen thematisiert.
Vor einiger Zeit hat ein Mitglied der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover auf dem Deisterkamm einen eiszeitlichen Findling entdeckt, der in der Fachwelt einiges Aufsehen erregte. Es ist der erste Hinweis darauf, dass der Deister während der Eiszeit komplett von Eis überdeckt war. Noch nie zuvor wurde auf dieser Höhe ein Stein gefunden, der mit Sicherheit von einem Gletscher dort abgelagert wurde. Der 100 kg schwere Findling wurde mit dem Eis aus Südschweden bis dorthin transportiert und deshalb „Schweden-Findling“ getauft.
Der zum Naturdenkmal erklärte Stein wurde in unmittelbarer Nähe des Fundorts auf einem Naturstein-Sockel verankert und eine Informationstafel aufgestellt.
Während des Deistertags am 6. Mai wird dieses NGH-Projekt offiziell eingeweiht.
- Führungen von 12 – 16 Uhr
- Offizieller Einweihungsakt um 14 Uhr
Anfahrt: Zum Nordmannsturm gelangt man zu Fuß, z. B. vom Parkplatz am Nienstedter Pass. Dieser Parkplatz kann mit dem PKW angefahren oder ein stündlich abfahrender Shuttle-Bus vom Egestorfer Bahnhof bis zum Pass genutzt werden. Das Haltestellen-Häuschen steht direkt am Parkplatz.
Achtung: Aus Hannover kommen gibt es wegen Gleisbauarbeiten einen Schienenersatzverkehr bzw. eine Umleitungsempfehlung der Bahn (Fahrt über Hannover – Haste – direkt weiter als Linie S1 am Deister entlang nach Egestorf)
Leitung: Dr. Dieter Schulz und Führung vor Ort
Ort: Nordstemmen
Die Zuckerrübenkampagne findet in den Monaten September bis Januar statt. An 100 bis 120 Tagen werden rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche über 5 Millionen Tonnen Zuckerrüben in den Fabriken der Firma Nordzucker verarbeitet. In dieser Zeit öffnet die Nordzucker Nordstemmen ihre Tore für neugierige Besucher, die dadurch die Gelegenheit bekommen, die Verwandlung der Zuckerrübe zum Kristallzucker direkt im Rahmen einer Werksführung zu erleben.
Buskosten: 25 € für erwachsene Mitglieder / 30€ für erw. Nichtmitglieder
Abfahrt: 8 Uhr; Rückkehr ca. 14 Uhr.
Veranstaltungsnummer: 2018.8