Schlagwortarchiv: Kolonialgeschichte

Das Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus

Foto: Erster Jahresbericht der kolonialen Lehrschau und Schulungsstätte… 1939/40

 

In Hannovers Nordstadt befand sich während des Zweiten Weltkriegs ein kaum bekanntes Zentrum kolonialer Propaganda. Das Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus war ursprünglich als Ausbildungsstätte für künftige Kolonialbeamte geplant und ideologisierte schließlich die Rückkehr Deutschlands zur Kolonialmacht.

Passend zur Sonderausstellung „Unsere Hannover“ zeigt Laura-Elisa Appelhagen in ihrem Vortrag, wie das Kolonialhaus mit Politik, Stadtgesellschaft sowie kolonialrevisionistischen und nationalsozialistischen Netzwerken verflochten war und von ihnen profitierte.

Maximal 25 Personen

Treffpunkt: Hannover Kiosk

Anmeldungen bitte per E-Mail an: veranstaltungen@ein-stueck-hannover.de 

Für Mitglieder der „Freunde des Historischen Museums“ ist die Teilnahme kostenfrei.
Gäste bitten wir um eine Spende von 5,- Euro:

Laura-Elisa Appelhagen, Hannover: Das Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus Hannover (1939-1945): Netzwerke, Propaganda und unerfüllte Nostalgie

Zwischen 1939 und 1945 befand sich in der Jägerstraße 4 in Hannovers Nordstadt das Dr. H. E. Göring-Kolonialhaus. Ursprünglich als Ausbildungsstätte für künftige Kolonialbeamte geplant, diente es schließlich als Propagandainstrument für die Rückkehr Deutschlands zur Kolonialmacht. Der Vortrag analysiert die lokale Rolle des Kolonialhauses in der Stadtgesellschaft und dessen Einbindung in nationalsozialistische Netzwerke. Zudem wird beleuchtet, wie städtische Institutionen das Projekt finanziell unterstützten und in bestehende Strukturen integrierten.