Schlagwort-Archive: Vortrag

St. Clemens – historische Anmerkungen zur ersten katholischen Kirche in Hannover nach der Reformation

Vortrag von Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff
Diese Kirche begeht 2018 ihr 300jähriges Weihejubiläum. Ihre Errichtung war möglich, weil Herzog Ernst August von Braunschweig-Lüneburg im Vertrag mit dem Kaiser von 1692, der ihm die Kurwürde zusicherte, den Katholiken in der Stadt Hannover die freie Religionsausübung und den Bau einer Kirche garantieren musste. Doch erst 1718 konnte der Apostolische Vikar für Ober- und Niedersachsen, Agostino Steffani, die Kirche weihen. St. Clemens diente zu dieser Zeit einer Gemeinde, die im Wesentlichen aus vom Hof abhängigen französischen und italienischen Katholiken bestand.

Dr. Annette Hennigs, Detmold: „Ariernachweise” zwischen Genealogie und Ideologie – eine Quellengruppe wird hinterfragt (Öffentlicher Vortrag)

Wie und warum sind die so genannten „Ariernachweise“ entstanden und wie wurden sie genutzt? Welchen Wert haben sie heute als Quelle nicht nur für Familienforscher?

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Vortrag: Leben mit dem toten Vater

Leben mit dem toten Vater: Erfahrungen und Deutungen in West- und Ostdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg // Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers

Die Historikerin beleuchtet in ihrem Vortrag die „vaterlose Generation“: Im Zweiten Weltkrieg starben mehr als fünf Millionen deutsche Soldaten. Ihre Frauen wurden zu Witwen, ihre Kinder zu Halbwaisen oder gar Vollwaisen. Wurden die Probleme dieser verwaisten Kinder in der Öffentlichkeit diskutiert? Wie gingen Männer und Frauen verschiedener sozialer Schichten mit dem Tod des Vaters um? Gab es Ost-West-Unterschiede?

Fragen wie diesen wird Lu Seegers in ihrem Vortrag nachgehen. Außerdem wird die Referentin einen Einblick in die Entwicklung und Wahrnehmung der Debatte um die „Generation der Kriegskinder“ der vergangenen Jahre geben.

PD Dr. Lu Seegers, Historikerin und Privatdozentin an der Universität Hamburg, ist sein Juli 2016 Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin in diversen stadt- und erinnerungsgeschichtlichen Forschungsprojekten war sie unter anderem an den Universitäten in Wuppertal, Konstanz, der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg tätig. Im Jahr 2011 habilitierte sie sich mit der Studie „Vati blieb im Krieg. Vaterlosigkeit als generationelle Erfahrung im 20. Jahrhundert – Deutschland und Polen.“

Der vom StadtArchivVerein Garbsen e.V. veranstaltete Vortrag begleitet die Ausstellung „Himmel und Hölle: Kindheit in der Nachkriegszeit in Garbsen und anderswo“ des Stadtarchivs Garbsen, die vom 6. bis zum 24. März 2017 im Foyer des Rathauses der Stadt Garbsen zu sehen ist.

18 Monate. Niedersachsen vom Kriegsende bis zur Landesgründung

Jour fixe
Prof. Dr. Carl-Hans Hauptmeyer
18 Monate. Niedersachsen vom Kriegsende bis zur Landesgründung

Niedersachsen ist nun 70 Jahre alt. Ein unmittelbares historisches Vorbild gab es für das neue Land nicht. Wie konnte es kommen, dass bereits 18 Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges dieses zukünftige Bundesland gegründet wurde? Die Menschen waren demoralisiert und entmoralisiert. Chaos und Hunger gab es allenthalben. Welche neuen Ordnungsprinzipien waren notwendig? Auf wieviel Herkömmliches musste zurückgegriffen werden?